FIimkritik „Justice League“.

Nach den Marvel-Avengers haben jetzt auch die DC-Helden ihr eigenes Klassentreffen – Die Justice League läuft im Kino.

Wie zu hören war, wurde die Produktion vom schrecklichen Tod von Zack Snyder´s Tochter überschattet, sodass er die Regie ausgerechnet an Joss Wheedon abgegeben hatte. Snyder´s visueller Stil in Verbindung mir Wheedon´s Storytelling? Das klingt verlockend.

Vorab mein Fazit:
Justice League ist ein unterhaltsamer Film, der mich 2 Stunden lang anständig unterhalten hat. Jedoch habe ich dabei über einzige Schwächen hinweggesehen. Teilweise fühlte sich der FIlm jedoch episodenhaft an. Die Charaktere machen jeder für sich Spaß – jedoch ist die Handlung (insbesondere die Konfliktlösung) recht einfach gestrickt. Der Stoff an sich bietet eine Menge Potential und in den besten Filmmomenten schöpft der Film dies Potentiale auch aus.

Im Einzelnen – die Charaktere
Auf der Haben-Seite stehen eindeutig die Helden der Justice League. Jason Mamoa spielt den Aquaman sehr überzeugend als Rauhbein mit dem Herz am richtigen Fleck. Jedoch ist es unklar, welche Rolle sein Charakter in der Handlung einnimmt. Meistens habe ich mich bei Aquaman gefragt, was sein Beitrag zur Handlung ist, außer gut auszusehen. Klar, einige starke Bilder gehen auf sein Konto. Allein die Szene, wie Aquaman auf dem Batmobil mitfährt sorgt schon für Gänsehaut. Auch sonst stattet Jason Mamoa seinen Charakter mit einer großen Portion raubeinigere und Charme aus.

„The flash“ ist DIE wichtige Identifikationsfigur für den Zuschauer. Sein kindliches Staunen, seine ungläubiges Staunen, seine kindliche Begeisterung, seine Unsicherheit bei seinem ersten Einsatz – mit all dem kann ich mich identifizieren und letztendlich mitfreuen. Mit ihm habe ich am Meisten mitgefiebert.

Gal Gadot liefert als Wonder Woman erneut eine eindrucksvolle Leistung. Als mitfühlende und starke Heldin ist sie der emotionale Kompass der Gerechtigkeitsliga. Dabei sorgt sie auch für den ein oder anderen Schmunzler.

Batman wird von Ben Affleck außerordentlich intensiv und abwechslungsreich dargestellt. Selten war die Macht, aber auch die Ohnmacht von Batman deutlicher zu spüren. Die verschiedenen Charaktere des Batman werden von ihm glaubhaft dargestellt. Auch ihm gelingt es, eine Verbindung zum Publikum aufzubauen.

Kleine Randnotiz: Es gibt ein Wiedersehen mit dem Schauspieler Joe Morten – dem Wissenschaftler Dr. Dyson aus T2.

Wo Licht ist, ist jedoch auch Schatten und damit kommen wir zum Gegenspieler. Steppenwolf ist anfänglich ein zu fürchtender Gegner. Jedoch bleibt auch er weit hinter seinem Potential zurück. Außer für Chaos und Zerstörung verfolgt er keine weitere Agenda. Er stellt für die versammelten Helden kaum eine Gefahr da. Als dann im Finale des Films noch die Verstärkung eintrifft, ist es vorbei mit der Spannung.
Steppenwolf zwingt unsere Helden kaum zu schmerzhaften Entscheidungen. Im Gegenteil: Es beschleunigt eine Entscheidung der Helden, bei der klar ist
dass sie klappen wird
dass die seine Niederlage beschleunigen wird.
Somit dient Steppenwolf ganz und gar der Unterstützung der Helden. Somit setzt sich fort, dass es in Comic-Verfilmungen kaum starke Antagonisten gibt – sondern hauptsächlich Kanonenfutter für die Helden.

Im Einzelnen – visuell
Die Ausstattung des FIlm ist dem Budget angemessen hochwertig. Jedoch wirken die Actionszenen (insbesondere im Endkampf) – wie so häufig im DCEU – entrückt. Da kloppen sich einige Superhelden in einer abgekapselten „Schneekugel“, aber eine Gefahr ist nicht spürbar. Was könnte denn schon schlimmstenfalls passieren? Zwar drücken die Special Effects in den Action-Szenen mich in den Kinosessel. Aber insgesamt bleibe ich innerlich doch leer. Die Kämpfe strahlen keine wirkliche Gefahr für die Helden aus.

Im Einzelnen – die Handlung
Die Story bietet genre-typisch keine Überraschungen. Es ist die übliche Team-Findung Bösewicht-vermöbeln. Die Auflösung des Konfliktes in „Justice League“ ist enttäuschend. Diese beruht letztendlich darauf, dass ein Charakter alles im Alleingang erledigt. Der Beitrag der anderen Charaktere wirkt dann nur noch wie ein Lückenfüller.

Das hört sich jetzt alles negativer an, wie der Film eigentlich ist. Der Film versorgt den Comic-/ Action-Filmfan 2 Stunden lang mit guter Unterhaltung.

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